Pfarrkirche St. Nikolaus, Marktleuthen

Die Musen geleiten zur Predigt

Die Musen aus der griechischen Götterwelt säumen den Kanzelaufgang. Der Geist der Renaissance ist noch zu spüren an der Kanzel und am Altar, die im Jahr 1641 nach dem großen Brand in die neue Kirche kamen. Die Holzschnitzer Peter und Adam Eck aus Eger haben sich an Kanzel zwischen den Evangelisten und Engeln „verewigt“. Der Altar mit dem Bild vom Letzten Abendmahl Christi (1643) wurde im Barock (ca. 1710) ergänzt durch die Darstellung der Dreieinigkeit und die Engel am Aufbau und am „Speisgitter“. Sie haben die Musen abgelöst.
Von den 48 Feldern der Kirchendecke aus der gleichen Zeit sind 24 mit Szenen aus dem Neuen Testament bemalt, je zur Hälfte von Matthes Gebhardt und Johann Jakob Radius. Dahinter wurden Teile der „Kornährendecke“ aus dem Jahr 1641 entdeckt, bemalt mit Blumen, Engelsköpfen und Ornamenten. Der Taufengel des Bayreuther Bildhauers Franz Schuh (1780) besaß bis 1935 noch einen eisernen Ring am Kopf. Daran war das Seil befestigt, mit dem der Himmelsbote zur Taufe von der Decke herabgelassen wurde. Auch das Gehäuse der Orgel (1791) ist noch im Stil des Rokoko gehalten und zeigt den roten brandenburgische Adler, obwohl Markgraf Alexander seine Herrschaft schon an die Preußen abgegeben hatte. Die bemalte barocke Doppelempore wurde 1935 durch die einfache im Stil der Neurenaissance ersetzt und durch die Orgelempore hinter dem Altar ergänzt.
Die Adresse der Kirche „Marktplatz 1“ und die unmittelbare Nachbarschaft zum Rathaus zeigen die enge Verbindung zum Ort, der 1954 zur Stadt erhoben wurde.

Kirche
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Pfarrkirche St. Nikolaus
Marktplatz 1
95168 Marktleuthen

Mo, Di, Mi, Do, Fr, Sa, So 09:00-12:00
Von April bis Oktober ist die Kirche bis 17:00 Uhr geöffnet.

Evang.-Luth. Pfarramt Marktleuthen
09285 395
pfarramt.marktleuthen@elkb.de
marktleuthen-evangelisch.de

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Es lohnt sich, auch über den Kirchturm hinaus zu blicken: Viele Kirchen liegen an wunderschönen Rad-, Wander- oder Pilgerwegen. Sie finden diese übersichtlich in der folgenden Karte. Ebenso die Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung. Hinter den weiterführenden Links verbergen sich die Websites der Städte und Gemeinden, der Kirchengemeinde und der zuständigen Touristinformation.

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