Saalkirche

Der Kirchenraum besteht aus einem Saal. Der kann quadratisch, rechteckig, oval oder rund sein. Auch der Altar ist integriert und steht nicht in einem eigenen abgesetzten Chorraum. Dieser Kirchentyp entspricht besonders dem evangelischen Verständnis von Kirche und Gottesdienst und betont die Gemeinschaft der Gläubigen.

Im Mittelalter herrschte der Typ der „Chorturmkirche“ vor. An den Altarraum im Erdgeschoss des Turmes schließt sich das „Langhaus“ an. Viele dieser Kirchen wurden in Saalkirchen umgewandelt, indem der Kanzelaltar vor den Chorbogen gestellt wurde. Der ehemalige Chorraum hinter dem Altar wurde durch Vorhänge, Holzwände oder Mauern abgetrennt und dient heute als Sakristei oder Kapelle (z.B. Bayreuth-St. Johannis, Benk, Plech und Trebgast).

Neue Kirchen wurden als Saalkirchen gebaut. Die Ordenskirche in Bayreuth (Bild) besitzt einen annähernd quadratischen Grundriss in Form eines griechischen Kreuzes, wie er vorher z.B. in Amsterdam bekannt ist. Durch ihre lichte Weite und die reiche Ausschmückung mit Bildern, Figuren und Ornamenten wirken manche Kirchen wie ein himmlischer Festsaal (z.B. Neudrossenfeld, Regnitzlosau, Seibelsdorf oder Wunsiedel St. Veit).

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