Aaron

Der Bruder des Mose gilt im Alten Testament als Begründer eines Geschlechts von Hohepriestern. Sie taten Dienst am Tempel von Jerusalem und durften als einzige das Allerheiligste betreten, also den Ort hinter dem Vorhang, wo die Bundeslade mit den Gebotstafeln stand. Hier war Gott gegenwärtig. Hohepriester galten in vielen Religionen als Brückenbauer zwischen Gott und den Menschen (lateinisch: pontifex maximus). Unter ihrer Leitung wurden die Opfer im Tempel dargebracht. Aaron trägt Priesterkleidung, die Priestermütze, die etwas an die Mithra des Papstes erinnert, und ein Weihrauchfass.

In Markgrafenkirchen flankiert Aaron zusammen mit Mose den Altar (wie auf dem Bild in Benk oder in Wonsees). Beide gelten als Vorläufer Jesu Christi und weisen auf ihn hin. Im Neuen Testament, besonders im Hebräerbrief, wird er als „Hohepriester des Neuen Bundes“ bezeichnet. Er ist der Brückenbauer, der Mittler zwischen Mensch und Gott. Alle menschlichen Vermittler haben ausgedient. Seitdem er sein Leben am Kreuz dahingegeben hat, sind alle Opfer überflüssig geworden.

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