Renaissance

Das Wort bedeutet „Wiedergeburt“. Die Kulturepoche mit Schwerpunkt im 15. und 16. Jahrhundert hatte zum Ziel, die Kultur der griechischen und römischen Antike wiederzubeleben. Ausgangpunkt war Norditalien, wo in Stadtstaaten wie Venedig ein freierer Geist wehte und durch Handelsbeziehungen der Horizont geweitet wurde. Antike Kunstwerke wurden wiederentdeckt, philosophische Schriften wie die des Plato wieder aufgefunden. Ein geistiges Erwachen führte zu einer Vielzahl von Erfindungen und Entdeckungen. An der Schwelle zur Neuzeit trat der Mensch in den Mittelpunkt. Seine Anatomie wurde genau studiert und künstlerisch dargestellt, aber auch die Natur in ihrer Idealgestalt – wie z.B. vom berühmtesten Renaissancekünstler in Deutschland: Albrecht Dürer. In der Philosophie ging es den Humanisten um „Menschlichkeit“ und Genauigkeit. Die alten Texte wurden in der Originalsprache gelesen, viele Verfälschungen wurden korrigiert. Das war eine wesentliche Voraussetzung für die Reformation.

Der Bau- und Kunststil findet sich auch in Oberfranken in etlichen Schlössern und Kirchen. Die Plassenburg in Kulmbach gilt als eines der größten und imposantesten Renaissancebauwerke, das Alabaster-Grabmal für Herzog Johann Casimir in der Coburger Morizkirche als eines der schönsten Renaissance-Epitaphe in Deutschland. In der Schlosskirche von Schloss Callenberg bei Coburg entstand 1618 der erste Kanzelaltar in der Region. Als die Stadtkirche in Bayreuth nach dem Brand von 1605 wieder aufgebaut wurde, erhielt sie für den Treppenaufgang zur markgräflichen Loge ein Renaissanceportal und 1615 einen Renaissancealtar mit den typischen antiken Architekturelementen. Das „Letzte Abendmahl“ des wohl berühmtesten Renaissancekünstlers Leonardo da Vinci diente als Vorlage für unzählige Kopien, in Wohn- und Schlafzimmern (wie die „Betenden Hände“ Dürers), aber auch in vielen Altären.

(Zur Renaissance allgemein: sehr ausführlich bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Renaissance)

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