Mose

Meistens ist er mit den beiden Gesetzestafeln (Zehn Gebote) dargestellt. Diese hat ihm nach der Erzählung im zweiten Buch Mose Gott selbst überreicht, als er auf dem Berg Sinai einen Bund mit dem Volk Israel geschlossen hat. So sind die Gebotstafeln zum Zeichen dieses Bundes geworden: Gott erwählt Israel zu seinem Volk. In den christlichen Kirchen spielt Mose die Rolle des Vorläufers: der „Alte Bund“ weist auf den „Neuen Bund“ hin, den Gott durch Jesus Christus geschlossen hat.
Oft hat Mose zwei kleine Hörner auf dem Kopf. Dies beruht auf einem Übersetzungsfehler: es wird erzählt, dass sein Gesicht strahlte, als er Gott begegnet war und wieder vom Berg herab kam. Aus diesen Strahlen wurden die Hörnchen. (Bild: Mose von Elias Räntz, ehemailger Kanzelfuß, Dreieinigkeitskirche Bad Berneck)

Bei der Verklärung Christi auf dem Berg Tabor erscheinen Mose und Elia. Die Stimme Gottes vom Himmel fordert auf, auf Jesus Christus zu hören. Jetzt gilt nicht mehr das mosaische Gesetz, sondern das Evangelium (Gesetz und Evangelium). Die Zehn Gebote behalten ihre Bedeutung als Grundwerte menschlichen Zusammenlebens und als „Beichtspiegel“.
Manchmal trägt Mose den Stab, mit dem er in der Wüste frisches Wasser aus dem Felsen hervorsprudeln lassen konnte. Wenn er – wie auf dem Bild aus Wonsees – mit dem Stab auf die Kanzel zeigt, soll das zeigen: die Quelle des lebendigen Wassers entspringt hier, wenn Gottes Wort verkündigt wird.

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